Über mich



Geboren am 09.10.1971 im Taunus und auch dort in der Gegend aufgewachsen, wurde ich schon früh „pferdeinfiziert“ durch zwei Pferde, die dort wo wir damals wohnten, nebenan auf einer Koppel standen.
Wie es so im Kindesalter ist, möchte man ja dann irgendwann ein eigenes Pferd haben. Da das nicht möglich war, durften meine Schwester und ich aber im Alter von 10 Jahren Reitunterricht nehmen.

Damals Anfang der 80er Jahre noch in einer grauseligen „konventionellen“ Reitschule mit Ständerhaltung, wo die Pferde vermutlich nie auf die Koppel oder ins Gelände kamen, sondern nur ihre Runden in der Reithalle drehen „durften“.

Später irgendwann wuselten wir uns mit diversen Pflegepferden durch und kümmerten uns jedes Wochenende um ein paar Pferde im Hunsrück, wo meine Eltern sich damals ein altes Fachwerkhaus gekauft hatten.

Diese Pferde wurden sehr robust im Offenstall gehalten, hatten eigentlich nur das Nötigste, also neben Gras im Sommer ihr Heu im Winter, waren unbeschlagen und kerngesund.

 

Beim Ausritt mit Laska, Pfingsten 2003
Foto: eigenes Foto

 

Das erste eigene Pferd schaffte ich mir nach Abschluss der Lehre im September 1992 an: meinen Hessen-Wallach „Alvar“, der damals 3 1/2 Jahre alt war, und der auch heute im stolzen Alter von über 27 Jahren noch bei uns ist. :-).

Eigentlich wollte ich damals noch gar kein Pferd, und besuchte nur eine Freundin von mir, die mit dem Sohn eines Züchters in Altenstadt/Hessen zusammen war. Sie zeigte mir den Hof und die Pferde, und fragte, ob ich nicht jemanden für Alvar wüsste, weil sie ihn aufgrund eines „Schönheitsfehlers“ nicht verkaufen könnten.

Alvar hat im Fohlenalter das linke Auge verloren, weil er beim Rumtoben so unglücklich gegen die Futterkrippe gestoßen war, dass das Auge nicht mehr zu retten war operativ entfernt werden musste. Wegen dieses „Schönheitsfehlers“ wollte ihn niemand haben… Mein Pferd suchte mich selber aus. Er kam sofort zu mir, sabberte mich voll und da wusste ich, das ist mein Pferd.

Ich habe es bis heute nie bereut, ihn gekauft zu haben, denn durch ihn habe ich viel gelernt, und durch ihn kam ich überhaupt zur Arbeit an den Hufen.